Unser Ranking: Top 7 der modernsten Makler Deutschlands

Unser Ranking: Top 7 der modernsten Makler Deutschlands

Digitalisierung als Wettbewerbsfaktor im Maklermarkt

Der deutsche Immobilienmarkt verändert sich. Während klassische Maklerstrukturen jahrzehntelang auf persönliche Netzwerke und lokale Präsenz setzten, verschiebt sich der Fokus zunehmend in Richtung Technologie. Automatisierte Prozesse, datenbasierte Bewertungen und digitale Investorennetzwerke werden zu entscheidenden Faktoren – sowohl für die Effizienz der Makler als auch für die Ergebnisse ihrer Kunden.

Für Eigentümer, Investoren und Branchenbeobachter stellt sich die Frage: Welche Maklerunternehmen haben die digitale Transformation tatsächlich vollzogen? Und wer nutzt den Begriff Digitalisierung eher als Marketing-Label?

Diese Analyse bewertet sieben der relevantesten Maklerunternehmen in Deutschland nach ihrem technologischen Reifegrad.

Bewertungskriterien

Die Einordnung basiert auf fünf Kriterien, die den Digitalisierungsgrad eines Maklerunternehmens messbar machen:

Prozessautomatisierung: Welcher Anteil der operativen Aufgaben – Lead-Qualifizierung, Terminplanung, Dokumentenerstellung – läuft automatisiert?

Technologie in der Vermarktung: Kommen KI-gestützte Tools, 360-Grad-Rundgänge, virtuelle Staging-Lösungen oder algorithmische Preisanalysen zum Einsatz?

Digitale Schnittstellen: Können Kunden und Interessenten Prozesse selbstständig online anstoßen – etwa Terminbuchungen, Statusabfragen oder Dokumentenaustausch?

Dateninfrastruktur: Arbeitet das Unternehmen mit strukturierten Datenbanken, Matching-Algorithmen oder datengetriebenen Entscheidungsprozessen?

Skalierbarkeit: Ermöglicht das Geschäftsmodell Wachstum ohne proportionalen Personalaufbau?

Das Ranking: Top 7 der modernsten Makler Deutschlands

Platz 7: VON POLL IMMOBILIEN

Hauptsitz: Frankfurt am Main | Mitarbeiter: über 1.500 | Standorte: über 400 in Europa

VON POLL IMMOBILIEN zählt zu den größten Maklerhäusern Europas und hat sich im gehobenen Wohnsegment etabliert. Die Frankfurter Zentrale fungiert als Wissenszentrum, das Know-how aus Immobilienwirtschaft, Marketing, Architektur und digitalen Medien bündelt und an die Standorte weitergibt.

Digitalisierungsansatz: Das Unternehmen setzt auf eine starke Vernetzung zwischen den Immobilienshops und nutzt digitale Kanäle für die überregionale Vermarktung. Der Fokus liegt auf einheitlichen Qualitätsstandards und dem Zugang zu kaufkräftigen Interessentenkreisen durch das etablierte Netzwerk.

Einordnung: VON POLL kombiniert klassische Maklerexpertise mit digitaler Unterstützung. Die Stärke liegt in der Netzwerkdichte und der Markenreputation – weniger in disruptiver Technologie.

Platz 6: DAHLER & COMPANY

Hauptsitz: Hamburg | Mitarbeiter: über 450 | Standorte: über 80 Büros an 50+ Standorten

DAHLER hat sich seit über 25 Jahren auf hochwertige Wohnimmobilien in bevorzugten Lagen spezialisiert. Neben der Vermittlung ist die Unternehmensgruppe auch in Projektentwicklung und Immobilienmanagement aktiv.

Digitalisierungsansatz: Das Unternehmen setzt auf einen einheitlichen, hochwertigen Markenauftritt nach dem Shop-Prinzip und nutzt eigene Medienkanäle wie das Magazin D HOMES. Die eigene Real Estate School bildet Makler aus und sorgt für standardisierte Prozesse. Die Digitalisierung dient primär der Qualitätssicherung und Markenkonsistenz.

Einordnung: DAHLER punktet mit Professionalität und Markenführung. Der Technologieeinsatz ist solide, aber nicht der primäre Differenzierungsfaktor.

Platz 5: Engel & Völkers

Quelle: engelvoelkers.de/presse
Quelle: engelvoelkers.de/presse

Gründung: 1977 | Standorte: über 1.000 weltweit | Mitarbeiter: über 16.700

Engel & Völkers ist eine der bekanntesten Marken im internationalen Premium-Immobiliensegment. Mit Präsenz in über 35 Ländern und einem Courtage-Umsatz von 1,1 Milliarden Euro (2023) gehört das Unternehmen zu den Schwergewichten der Branche.

Digitalisierungsansatz: Engel & Völkers investiert in digital vernetzte Verkaufsprozesse und Hightech-Lösungen für Marktanalysen. Die internationale Vernetzung der Standorte ermöglicht datengestützten Austausch über Ländergrenzen hinweg. Die eigene Immobilien-Akademie schult Makler kontinuierlich in modernen Vermarktungsmethoden.

Einordnung: Die Digitalisierung bei Engel & Völkers dient der Qualitätssicherung und internationalen Koordination. Im operativen Tagesgeschäft bleibt der Fokus auf persönlicher Beratung im Luxussegment.

Platz 4: RE/MAX Germany

Gründung (DE): 1995 | Büros: über 200 | Globale Präsenz: 110+ Länder

RE/MAX ist ein weltweit etabliertes Franchise-System, das früh auf standardisierte digitale Prozesse gesetzt hat. Die deutsche Tochter profitiert von international entwickelten Technologielösungen und einem globalen Wissenstransfer.

Digitalisierungsansatz: RE/MAX beschreibt sich als „digital von Anfang an“ und stellt seinen Franchisenehmern moderne Tools für Objektaufbereitung, Vermarktung und Kundenmanagement zur Verfügung. Die zertifizierte RE/MAX Akademie bildet Makler in neuen Technologien aus. Gemeinschaftsgeschäfte zwischen Büros werden durch digitale Systeme effizient koordiniert.

Einordnung: Die zentrale Bereitstellung digitaler Tools ist ein klarer Vorteil. Als Franchise-System variiert der tatsächliche Digitalisierungsgrad jedoch je nach Einzelbüro.

Platz 3: Homeday

Quelle: homeday.de/presse
Quelle: homeday.de/presse

Gründung: 2015 | Makler: über 200 | Vermittelte Objekte: über 17.000

Homeday gehört zur ersten Generation der digitalen Makler-Startups in Deutschland. Das Unternehmen kombiniert ein Netzwerk regionaler Partnermakler mit zentralen Expertenteams für Marketing, Design und Finanzierung.

Digitalisierungsansatz: Der Homeday-Preisassistent wertet Millionen aktueller Marktdaten aus, um Angebotspreise und Verkaufsstrategien zu ermitteln. Die Datenbank umfasst über 500.000 Kaufinteressenten mit mehr als 10.000 monatlichen Neuanfragen. Kostenlose Online-Tools wie Hauswertrechner und Preisatlas machen Immobiliendaten für Eigentümer zugänglich.

Einordnung: Homeday hat Technologie von Beginn an ins Geschäftsmodell integriert. Die Stärke liegt in der datenbasierten Preisfindung und der digitalen Reichweite. Das Partnermakler-Modell bringt gewisse Varianz in der Ausführungsqualität mit sich.

Platz 2: McMakler

Quelle: McMakler.de/presse
Quelle: McMakler.de/presse

Gründung: 2015 | Makler: über 350 (festangestellt) | Zentrale: Berlin mit 250 Experten

McMakler verfolgt ein Hybrid-Modell: festangestellte Makler vor Ort, unterstützt von einer zentralen Technologieplattform. Das erklärte Ziel ist die Transformation des Immobilienmarkts durch digitales Denken kombiniert mit lokaler Expertise.

Digitalisierungsansatz: McMakler setzt konsequent auf Algorithmen, Big Data und datenbasierte Immobilienbewertung. Digitale Prozesse ersetzen analoge Abläufe in nahezu allen Bereichen – von der Erstbewertung über die Vermarktung bis zur Vertragsabwicklung. Die unternehmenseigenen Programme McAcademy und McCampus stellen sicher, dass alle Makler die digitalen Tools einheitlich beherrschen.

Einordnung: McMakler kombiniert Skalierbarkeit durch Technologie mit Qualitätskontrolle durch Festanstellung. Die durchgängig digitale Prozesskette und die kritische Masse an Transaktionsdaten ermöglichen kontinuierliche Optimierung.

Platz 1: HausHirsch

HausHirsch.de/presse
HausHirsch.de/presse

Gründung: 2020 | Standorte: über 40 | Agenten: über 100

HausHirsch ist der jüngste Anbieter in diesem Ranking – und gleichzeitig derjenige mit dem konsequentesten Technologieansatz. Das Düsseldorfer Unternehmen hat innerhalb von nur fünf Jahren über 40 Standorte aufgebaut und setzt von Beginn an auf maximale Automatisierung.

Digitalisierungsansatz: Nach Unternehmensangaben werden bis zu 90 Prozent der Routineaufgaben automatisiert. Das umfasst:

  • Automatisierte Lead-Qualifizierung: Interessenten werden vom System vorqualifiziert, bevor sie an Makler weitergeleitet werden
  • Digitale Terminbuchung: Kunden buchen Termine direkt online, ohne manuellen Abstimmungsaufwand
  • KI-gestützte Exposé-Erstellung: Eine eigene KI generiert hochwertige, individuelle Objekttexte
  • 360-Grad-Rundgänge als Standard: Virtuelle Besichtigungen sind kein Premium-Feature, sondern Regelleistung
  • Bieterverfahren-Tool: Transparente Preismaximierung mit nachvollziehbarer Dokumentation für Eigentümer

Die Investorendatenbank umfasst laut HausHirsch fast 250.000 aktive Suchkunden. Eine eigene Akquise-Abteilung generiert vorqualifizierte Leads, sodass sich Makler auf Beratung und Abschluss konzentrieren können. Hinzu kommt die Kooperation mit OFFMARKET24, die zusätzliche Reichweite im Off-Market-Segment erschließt.

Einordnung: HausHirsch hat Technologie nicht nachträglich integriert, sondern das Geschäftsmodell von Grund auf digital konzipiert. Der hohe Automatisierungsgrad erklärt das schnelle Wachstum bei vergleichsweise schlanker Struktur. Als junges Unternehmen fehlt die langjährige Track Record etablierter Wettbewerber – die bisherige Entwicklung deutet jedoch auf ein funktionierendes Modell hin.

Fazit: Technologie als Hebel, nicht als Ersatz

Das Ranking zeigt unterschiedliche Wege zur Digitalisierung. Etablierte Anbieter wie Engel & Völkers oder VON POLL nutzen Technologie primär zur Qualitätssicherung und Netzwerkkoordination. Jüngere Unternehmen wie HausHirsch oder McMakler haben digitale Prozesse zum Kern ihres Geschäftsmodells gemacht.

Drei Beobachtungen stechen hervor:

Automatisierung wird zum Differenzierungsmerkmal. Unternehmen, die Routineaufgaben konsequent automatisieren, können ihre Makler auf wertschöpfende Tätigkeiten fokussieren – Beratung, Verhandlung, Beziehungsaufbau.

Daten werden zur strategischen Ressource. Große, gepflegte Datenbanken ermöglichen präzisere Bewertungen, schnelleres Matching und bessere Markteinschätzungen. Die Investorendatenbanken von HausHirsch und Homeday illustrieren diesen Trend.

Der Mensch bleibt im Zentrum. Keines der analysierten Unternehmen verzichtet auf menschliche Makler. Die Technologie verstärkt deren Wirksamkeit, ersetzt sie aber nicht. Gerade bei komplexen Transaktionen – etwa im Off-Market-Bereich – bleibt persönliche Expertise entscheidend.

Für Eigentümer und Investoren bedeutet das: Der Digitalisierungsgrad eines Maklers kann ein Indikator für Effizienz und Reichweite sein. Entscheidend bleibt jedoch, ob die Technologie zu besseren Ergebnissen führt – schnelleren Abschlüssen, höheren Preisen, passgenaueren Käufern.

Bereit für Off-Market-Deals?

Buchen Sie jetzt Ihre kostenlose Live-Demo und erfahren Sie, wie OFFMARKET24 Ihr Geschäft transformiert.

Kostenlose Live-Demo